Der bereits 21. Bannerworkshop sollte etwas ganz besonderes werden!
Bereits vor einem Jahr wurde ich von der Patchwork Gilde Deutschland angefragt, ob ich ein Banner speziell für die Patchworktage 2026 in Suhl (Thüringen) entwerfen könnte. Patchwork und Banner - was hat das denn miteinander zu tun?
Der Kontakt kam vor 2,5 Jahren durch Barabara Lange, die eher durch Zufall auf meinen Adventskalender aufmerksam wurde und danach ihre Erfahrungen in der Gilde geteilt hatte. Darauf folgte ein langes Interview in der eigenen Zeitung im letzten Sommer und ein Vorab-Online-Workshop mit den Gildemitgliedern, die in Suhl anderweitig beschäftigt sein würden.
Und jetzt nun die Patchworktage.
Auch mit 20 Workshops Erfahrung im Gepäck war ich mächtig aufgeregt, was mich denn da erwarten würde.
Leider sind die beiden Kurse, die ich für Freitag und Samstag angeboten hatte, nicht so gut angenommen worden wie gedacht, doch im Laufe des Wochenendes stellte sich heraus: Viele konnte mit dem Wort Banner einfach nichts anfangen. Inzwischen habe ich soviele Anfragen bekommen, dass ich – wenn die Gilde auch möchte – im nächsten Jahr in Dinkelsbühl wieder dabei bin.


Aber nun erstmal zu diesem Jahr:
Der Veranstaltungsort, das Congress Centrum Suhl bot für meine Banner den perfekten Rahmen. Unter dem großen Stahl-Glas-Dach hatte ich auf Ebene 1 eine ganze Etage für mich. Schon von weitem waren die Banner im Atrium zu sehen und begrüßten jeden, der mit dem Aufzug, der Treppe oder der Rolltreppe ins Obergeschoss fuhr.
Und genau hier sollten auch meine beiden Kurse stattfinden. Zwar war es durch die vielen Besucher recht laut, doch die Atmosphäre war ganz besonders. Ist es sonst bei Workshops – oder Kursen, wie die Patchworker sagen – recht leise bis still, waren wir den ganzen Tag von Zuschauenden umringt und mussten viele Fragen beantworten. Es war ein bisschen wie in einer gläsernen Produktionshalle.
Pünktlich legten wir jeden Tag um 9 Uhr los mit meiner üblichen Begrüßungsansprache und den wichtigsten Erklärungen. Bei nur 8 Teilnehmenden am Freitag und 6 Teilnehmerinnen am Samstag waren keine weiteren Erklärrunden nötig – ich beantwortete jede Frage direkt am Platz.
Die Mittagspause war auch nicht fest eingeplant – es gab etwas zu essen, wenn der Hunger oder der Durst es einforderten.
Am Samstagmittag wurden wir durch die deutlich höhere Lautstärke während der Modenschau auf der Rolltreppe, zur Mittagspause gewzungen – das machte aber nichts. Zwei Teilnehmerinnen ließen es sich auch nicht nehmen, die vor ihnen stehenden Banner beiseite zu räumen, um beim Nähen einen Blick auf die Modenschau erhaschen zu können. Pause? Keine Chance ;-)
Einen großen Lacher brachte die Frage einer Besucherin, die annahm, dass die 6 Damen am Samstag bei mir angestellt seien und Kundenwünsche im Akkord abarbeiten. Jetzt hieß es noch schneller sein, denn die Erste bekäme einen zusätzlichen Urlaubstag, war die einhellige Meinung.
Man merkt: wir hatten viel Spaß, viel Zeit zum Quatschen und Klönen. Und dennoch wurde jeweils 8 Stunden hart gearbeitet. Und bis auf ein einziges Banner, wurden alle fertig! Gut, es muss noch ein wenig zuhause freigeschnitten werden, aber am Abend stand jedes Banner einmal aufgespannt in der Halle. Mega!
Mir haben diese beiden Tage unglaublich viel Spaß gemacht und das Feedback, das ich bekommen habe, war durchweg positiv. Viele Teilnehmende traf ich auch am nächsten Tag nochmal wieder und alle waren begeistert.
 
Am Samstagabend stand dann noch die Jahreshauptversammlung der Gilde auf dem Programm. Da ich seit Anfang 2026 auch Gilde-Mitglied bin, haben wir, meine Mutter (die ja meine Prototypen-Testnäherin ist) und ich, natürlich daran teilgenommen.
Anschließend ging es ganz schnell ins Hotel, denn im TV lief der ESC – da bin ich bekloppt, der musste geguckt werden ;-)
Den Sonntag nutzten wir vormittags um endlich die anderen Ausstellungen zu besuchen. „Unfassbar!“
„Wahnsinn!“
„Ich kann es nicht glauben!“
„Wie macht man das?“
„Wie viele hunderte Stunden Arbeit stecken da drin?“
Waren die Aussagen und Fragen, die über 3 Stunden aus mir heraussprudelten.
Für jemanden, der so etwas noch nicht gesehen hat, war es atemberaubend.
Durch die vergangen Tage und den vorangegangenen Onlineworkshop, kannte ich inzwischen ein paar Gesichter und führte sehr nette und interessante Gespräche. Vielen Dank dafür!
 
Am Nachmittag wanderte ich mit meinem SewAlong 2026-Banner zur Ausstellung der Kursleiterinnen-Ausstellung. Hier sollte nämlich um 15 Uhr der SewAlong-Quilt verlost werden. Vorher machten wir aber ein Gruppenfoto mit den neu-ernannten Kursleiterinnen, dem Quilt, meinem Banner und mir. Vielen Dank für die Möglichkeit und auch hier sehr netten Gesprächen.
 
Nach einem problemlosen Abbau, der allerdings sehr schweißtreibend war, weil jetzt doch die Sonne durch das Glasdach knallte, waren wir ziemlich platt – das Wochenende war echt anstrengend.
Doch bevor es auf die Autobahn ging, wollten wir noch etwas zu Abend essen. Hier trafen wir durch Zufall Bara Bartosowa aus Tschechien, bei der meine Mutter am Freitag einen Kurs besucht hatte. Mit ihr verbrachten wir ein sehr lustiges und interessantes Abendessen. Man, haben wir viel gelacht. Vielen Dank, Bara!
 
Nach über 5 Stunden war ich nach Mitternacht endlich wieder zuhause. Der Montag war für Aus- und Aufräumen und schlafen reserviert – man, war ich platt.
 
Aber es war so toll!
Vielen vielen Dank an die Patchwork Gilde Deutschland, dass ich dabei sein durfte! Es war mir eine große Freude und ich komme sehr gerne im nächsten Jahr nach Dinkelsbühl!

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