Bereits vor anderthalb Jahren, also im Juni 2018, begannen die Planungen für den 13. und 14. Workshop, bei Sonja & Henry im Ferienhaus auf Fanø. Gemeinsam überlegten wir ein Design für ein Banner in Streifentechnik, welche ich bisher nie genäht hatte. Aber da es keine Herausforderung gibt, der ich mich nicht stelle, legten wir los.
Nachdem ich verstanden hatte, wie sich Streifenlängen berechnen lassen und wie die Nähtechnik grob funktioniert, begann ich mit den Vorbereitungen.
Per Mail wurde mit allen 28 Teilnehmern die persönliche Farbpalette geklärt. Und wie immer wurde es richtig bunt. Das ist so toll, wenn man eine schwarz-weiß Skizze wegschickt und viele unterschiedlich-bunte Entwürfe zurück kommen.
Ein Jahr später, im Juni 2019, bekamen alle Teilnehmer auf Fanø (manche auch per Post) ihre von mir vorgeschnittenen Streifen um diese in Heimarbeit zu säumen.
Für mich begann die Vorbereitung zuhause. Banner wurden zugeschnitten, Schablonen gedruckt und geklebt und im Oktober wurden die Kartons gepackt. Natürlich durfte auch ein Handout nicht fehlen, genauso wie ein Umschlag mit allen Dacronverstärkungen und anderen Kleinteilen.

Am Freitag, den 1. November ging es mit der ganzen Familie zum ersten Mal auf die Reise nach Brüggen. Durch den Feiertag konnten wir bereits um 10 Uhr zuhause abfahren und kamen kurz vor 12 Uhr an der Jugendherberge - mitten im Wald - an. Trotz Nieselregen wurde ganz schnell das Auto ausgeladen, was dank der Hilfe der bereits anwesenden Teilnehmer super schnell ging.
Aus Erzählungen kannte ich die Begebenheiten schon ein wenig. Jetzt konnte ich mir ein Bild von den zwei Gruppenräumen und der Empore, die mein Reich werden würde, machen.
Gemeinsam bauten wir Lichttische auf, verlegten Kabel und ich sortierte meinen ganzen Kleinkram.
Gemeinsam mit Sonja und Henry fuhren wir zum Mittagessen nach Brüggen ins Pfannekuchenhaus. Das war richtig lecker. Und wenn wir nicht noch hätten arbeiten müssen, wären wir auch noch länger geblieben.
Wieder an der Jugendherberge warteten bereits mehrere neu eingetroffene Teilnehmer auf ihre Zimmer und den Start des Workshops.
Um 15 Uhr waren fast alle anwesend und wir starteten mit einer Ansprache von Henry oben auf der Empore. Danach übernahm ich den Rede-Staffelstab und erklärte wie wir an diesem Wochenende schöne Banner entstehen lassen wollten.
Anschließend bekam jeder seinen Karton und es ging an die Nähmaschinen. Schnell wurden die Kartons gesichtet und der ein oder andere freue sich über meine neue Idee, den „Zettel für schwierige Situation“.
Am Freitag wurde, nur vom Abendessen unterbrochen, bis fast 0 Uhr gearbeitet. So kamen viele auch schon richtig gut voran. Wille, der seit Jahren als freiwilliger Helfer immer vor Ort ist, half auch in diesem Jahr super mit. So konnte ich jeden Teilnehmer, der mit dem unifarbenen Banner fertig war, zu ihm schicken und er beaufsichtigte den ersten Aufbau und kürzte die Gfk-Stäbe. Perfektes Teamwork.
Auch wenn viel gearbeitet wurde, war wirklich viel Zeit zum Quatschen und Klönen. Henry sagte irgendwann: „Ich habe Florian noch nie so oft auf einem Workshop stehen und quatschen sehen“. Damit hatte er auch nicht ganz unrecht. Durch die räumliche Trennung konnte nicht jeder nach mir schreien und so klärten sich so manche Fragen auch untereinander, ohne meine direkte Hilfe.
Außerdem waren viele Partner mit zum Workshop gekommen, wodurch im Foyer der Jugendherberge immer etwas los war. Dort wurde gelesen, gequatscht und gespielt. Sehr zur Freude meiner Kinder stellte sich heraus, dass Frank Fette auch ein begeisterter Spieler ist. Das wurde bis tief in die Nacht ausgiebig genutzt.

Nach einer kurzen Nacht weckte uns der Wecker bereits um 7.30 Uhr.
Nach dem Frühstück ging es sofort wieder an die Maschinen. Bei den meisten standen heute die Schriftzüge auf dem Programm. Und wer damit fertig war, machte sich an die Gitter. Denn viele hatten als Hausaufgabe die Streifen gesäumt aber noch keine Gitter erstellt. Das hielt jetzt entsprechend lange auf.
Ebenso merkte man - wie auf allen bisherigen Workshops auch - die fehlende Erfahrung und Übung mit Stecknadeln und Silhouettenschere. Das waren für manche lange Lehrstunden.
Langweilig wurde es aber nie, denn regelmäßig wurden die Arbeiten durch Mahlzeiten unterbrochen. Kurz nach dem Mittagessen (gefüllte Paprika mit Kartoffelpüree) kamen bereits die ersten Gäste zum Kaffeetrinken und Klönen. Das ist eine schöne Tradition in Brügge, dass mehr als 10 Gäste kommen. Dadurch wurde es richtig schön voll und gemütlich im Speiseraum.
Aber danach mussten natürlich alle wieder an die Arbeit.

Nach dem Abendessen fiel Sophie vor Müdigkeit fast vom Stuhl, woraufhin sie mit Annika ins Bett wanderte. Lena wollte unbedingt noch wieder nähen - sie hatte sich meine Nähmaschine neben Janas Tisch gestellt und war schon den ganzen Nachmittag schwer beschäftigt. Nach diversen Leckereien aus dem Frankenland musste aber auch sie ins Bett.
Die meisten saßen dann noch lange zusammen und genossen einen gemütlichen, leckeren Tagesausklang.

Auch am Sonntag ging es früh zum Frühstück. Bis zum Mittagessen (Pilz-Risotto mit Schweinefilet) wurde anschließend noch hart gearbeitet. Nach und nach wurden die ersten Gitter aufgenäht und Schriftzüge freigeschnitten.
Hier entstand der ein oder andere Stau an den Lichttischen. Zwei 1:1-Schablonen waren dann doch eine zu wenig.
Auch nach dem Mittagessen wurde noch weiter gearbeitet bis ca 14 Uhr. Dann gab es ein Gruppenbild mit den fast fertigen Bannern. Drei waren komplett fertig geworden, die anderen müssen zuhause noch ein klein wenig Schneidearbeit nachholen. Aber die Näharbeiten waren bei allen abgeschlossen.

Netterweise durften wir sämtliche Materialien und Werkzeuge in der Jugendherberge lagern und so mussten wir nur alles wegräumen aber nicht wieder ins Auto verpacken.
Sehr zufrieden aber mächtig geschafft machten wir uns um 15.30 Uhr auf den Heimweg. Wieder zuhause merkte ich erst richtig wie anstrengend dieses Wochenende war. Den kompletten Montag war ich völlig fertig und musste erstmal wieder Kraft tanken.
Aber es war richtig toll. Eine super Truppe, mit vielen sehr netten Gesprächen und noch mehr Gelächter. Und die Ergebnisse sahen auch noch super aus.
Da war die Vorfreude auf das kommende Wochenende groß!

 

Aufgeschnappte Sprüche vom Wochenende:

Ralf: "Guck mal, bei mir ist ein Fehler drauf, findest du den?"
Frank: "Deine Frau heißt nicht Inge?"

Sonja unterstellt Florian einen Fehler, den er gar nicht gemacht hat.
Doch er sagt: "Tschuldigung, Sonja, tut mir leid."
Henry: "Das hätte ich aber jetzt nicht erwartet."
Florian: "Ja doch, Samstagsabends bin ich immer etwas unterwürfig."

Heike: "Florian, du hast eine schlechte Aura. Immer wenn du näherkommst, verschluckt meine Nähmaschine den Unterfaden."

Petra hat AUF statt NEBEN der Linie genäht.
Ralf: "Die Oberfranken sprechen ja immer so viel und geschwollen, da können die Buchstaben auch dicker werden."

 

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