"Marry me?" Herz
April 2007

Details
Maße (BxH): 700 x 630cm
Material: Flaggenstoff




Der wohl ungewöhnlichste Auftrag, den ich je hatte.

Bei einem Fallschirmsprung wollte Philipp R. seiner Freundin mit Hilfe eines 6x7m großen roten Herzens einen Heiratsantrag machen.

Die Außergewöhnlichkeit, die Größe und überhaupt die Idee faszinierten mich so, dass ich spontan zusagte.

Im Gemeindesaal werden die Stoffbahnen ausgelegt. Eine heimische Wohnung wäre viel zu klein gewesen.

Anschließend werden die Bahnen, die zwischen 7m und 5m lang sind, mit einer offenen Kappnaht zusammengenäht.

Die beiden Hälften sind fertig und müssen nun auf einer Länge von 5m zusammengesteckt und vernäht werden.

Anschließend wandern die Stoffberge mit einem Gewicht von knapp 5kg unter die Nähmaschine.

Das Herz ist fertig und muss noch gesäumt werden.

Da werden die Relationen richtig deutlich.

Es folgt der Schriftzug. Aus 40 DIN-A3-Blättern wurden die Buchstabenvorlagen zusammengesetzt.

Schwierig wird jetzt, die richtige Position für die 1m hohen Schriftzüge festzulegen. Und dann heißt es: stecken bis die Finger bluten!

Mit hunderten von Stecknadeln gespickt, wandert das Ganze wieder unter die Nähmaschine.

Als allerletztes werden im Abstand von 1m Schlaufen an die Unterseite genäht, damit das Herz nachher auf der Wiese mit Heringen festgesteckt werden kann.

Fertig! Das Herz in seiner vollen Größe im Garten vom Balkon aus der 2. Etage fotografiert. Das sollte man auch schon aus luftiger Höhe sehen!

Der Antrag

Lange hat es gedauert, bis Pilipp sein Vorhaben tatsächlich in die Tat umsetzen konnte. Im Oktober war es dann endlich so weit. Durch einen Zufall war sogar ein Reporter vor Ort, durch den Philipp und Ulrike es sogar in die Zeitung und eine Onlinezeitung schafften. Netterweise darf ich die Bilder und den Artikel hier veröffentlichen - vielen Dank!

Heiratsantrag aus heiterem Himmel
Hohenems - Jurist Philipp R. überraschte seine Freundin mit einem Tandemsprung, inklusive Heiratsantrag. Die NEUE Tageszeitung war dabei.

Der vergangene Sonntagvormittag war auch für die tollkühnen Männer der Fallschirmspringer aus Hohenems etwas ganz besonderes. Es war das erste Mal, dass jemand auf ihrem Landeplatz um die Hand anhielt. Philipp R. (32) aus Bregenz war es, der sich traute. Und es klappte auf Anhieb. Der 32-Jährige wurde für seinen Mut und die tolle Idee belohnt. Das „Ja, ich will!“ war schon 100 Meter vor der Landung von Langzeitfreundin und Ärztin Ulrike O. (33) zu hören - immer wieder rief sie ihm die Worte lauthals zu. Die Wolfurterin konnte ihr Glück kaum fassen.

Rotes Herz ausgebreitet
Getarnt als verspätetes Geburtstagsgeschenk waren die beiden am Sonntagvormittag zum Hohenemser Flugplatz gefahren. Dort angekommen, wurden sie bereits von Tandemmaster Robert S. erwartet. Nach einer kurzer Einschulung stieg das junge Paar in die Maschine ein. Während sich das Flugzeug nach oben arbeitete, um die Ausstiegsstelle in 4000 Metern zu erreichen, wurde am Boden fleißig gearbeitet. Ein rund 7x7 Meter großes Herz, mit der Aufschrift „Marry me“, galt es am Landeplatz auszubreiten und zu fi xieren.

R. gleitete als erster zu Boden. Seine Freundin kam eine Minute später angeflogen. Auf dem Herz stehend, mit weit ausgebreiteten Händen, empfing der Jurist seine große Liebe. Überglücklich fielen sich die beiden in die Arme. Ein Anblick, der vielen Schaulustigen Tränen der Rührung in die Augen drückte, nicht nur dem Paar und unserem Fotografen.

Freunde der beiden, die das Spektakel als Zaungäste beobachtet hatten, rundeten den Tag der Gefühle ab. Sie hatten feinste Sprudelgetränke mitgebracht. Gemeinsam stieß man auf die Zukunft und die bevorstehende Hochzeit an. Die besten Wünsche auch von uns, der NEUERedaktion.

 

Ulrike kommt angeflogen.

Schon aus weiter Ferne hört man ihr "Ja"

Perfekte Landung auf dem Herz!

Der Antrag - standesgemäß mit Ring - auf dem Herz.

Herzlichen Glückwunsch Euch beiden auch von mir! Ich hatte viel Spaß mit der Vorbereitung diesen tollen Tages!