Aller Guten Dinge sind 3 sagt man.
Aus diesem Grund gönnte ich mir nach dem 2. Bannerworkshop im November 2015 keine wirklich lange Pause, um das Design für den 3. Workshop zu entwerfen. Schnell war ein Favorit gefunden und kurz vor Weihnachten gingen die Anmeldungen raus. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie aufregend dieser Tag für mich war: Das Handy stand keine 5 Minuten still. Entweder kam eine Mail oder eine Facebookbenachrichtigung und alles hatte mit dem Workshop zu tun - verrückt. So dauerte es wieder nur etwas mehr als 24 Std bis der Workshop komplett ausgebucht war – mit 20 Plätzen! Und dabei waren 7 „Wiederholungstäter“ von November. Wahnsinn!

Auch diesmal war die Kreativität der Teilnehmer absolut beeindruckend.  Nur eine Teilnehmerin hat sich für ein vorgegebenes Design entschieden, weil sie noch nie vorher genäht hatte und genug Bammel vor dieser Herausforderung hatte und sich daher nicht auch noch Gedanken um das Design machen wollte. Alle anderen wurden selber kreativ tätig und malten bis zu 30 von mir gestellte Malvorlagen aus, bis das Wunschbanner gefunden war. Und man kann es nicht anders sagen: Eine Farbkombination ist schöner als die andere. Irre, was man mit 22 Farben auf nur 19 Feldern machen kann.
Nachdem ich im Januar fast einen Monat lang jeden Vormittag Teile zugeschnitten hatte, waren die Vorbereitungen recht bald abgeschlossen und ich hatte genügend Zeit mir neue Kleinigkeiten für die Teilnehmer einfallen zu lassen. So gab es diesmal für jeden einen Button, passend zum jeweiligen Bannerdesign mit dem Namen des Teilnehmers oder der Teilnehmerin. Auch angemeldete Begleiter wurden natürlich versorgt.
Und dann hieß es fast 3 Wochen warten auf den Workshop.

Am Freitag wurde endlich das Auto beladen und Vormittags 8 Liter Suppe gekocht. Leider wurde die aber viel zu scharf, wodurch ich nachts, nach dem Aufbau in der Westruper Schule nochmals 4 neue Liter ohne Schärfe gekocht habe. Man macht sich ja sonst keinen Stress ;-)
Abends fuhr ich um 20 Uhr in die Schule um alle Tische zu stellen, Banner aufzubauen und alles für den großen Tag herzurichten. Dabei halfen mir die bereits nachmittags eingetroffenen Familien von Lübke und Holze sowie Ralf und Simone. Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Am Samstag ging es morgens um 8 Uhr zur Schule wo bereits der erste Teilnehmer aus den Niederlanden sehnsüchtig auf mich wartete. Denn Deflin war auf dem zweistündigen Hinweg eingefallen, dass er seine Nähmaschine mit allen Utensilien zuhause hatte stehen lassen. Eine kurze Nachricht genügte aber und so hatte ich kurzerhand meine Maschine und Zubehör eingepackt und er konnte diesen Tag an meinem Schmuckstück arbeiten. Sein Kommentar abends, als ich ihn fragte, ob er denn klar gekommen sei mit der fremden Maschine: „I need a new one!“

Nach und nach trudelten die Teilnehmer ein und bald war der Schulhof ein großer Parkplatz.
Schnell hatte sich jeder einen Nähplatz gesucht, Strom wurde verlegt und die ersten Quätschchen gehalten. Natürlich stand auch der erste Kaffee für alle bereit.
Kurz nach 9 Uhr begann der Workshop mit der offiziellen Begrüßung und Einleitung. Schnell wurde erklärt was heute zu tun sei und wie die beste Vorgehensweise sein würde. Und schon schwärmten alle Teilnehmer zu ihren Materialumschlägen und stürzten sich in die Arbeit. Bis zum Mittagessen wurde ein Teil nach dem anderen auf das Hauptbanner gelegt, mit Hilfe des neuen 7cm-Abstandhalters ausgerichtet und mit Stecknadeln fixiert.
Zu dieser Zeit hatte ich viel Zeit mit jedem einzelnen zu quatschen und hier und da kleine Tipps zu geben.
Schwierig war es diesmal, dass ich mich selber um die Suppe kümmern musste. Wenn man ständig hier und da nach einer richtigen Stichlänge oder der „komischen Falte“ gefragt wird, kann man so eine Suppe schonmal 20 Minuten vergessen. Aber es hat unverbrannt geklappt und so gab es gegen 13 Uhr eine Stärkung für alle. In diesem Jahr hatten auch alle Teilnehmer wirklich Zeit etwas zu essen.
Doch kaum waren die Teller geleert, ging es auch schon wieder in den großen Saal und die Maschinen surrten auf’s neue.
Eigentlich verlief der Tag völlig problemlos, bis plötzlich Ursulas alte Privileg-Maschine keinen Mucks mehr von sich gab. Schnell machte sich Verzweiflung breit und wir grübelten, wie sie denn jetzt weiter nähen könnte. Denn offensichtlich hatte entweder das Gaspedal oder der Motor den Geist aufgegeben. Bis wir den Tipp bekamen doch mal nach der Stromversorgung zu gucken, denn die Lampe an der Maschine war auch aus. Schnell war die Kabeltrommel zum Übeltäter erklärt worden. Also wurde diese überbrückt und schon konnte es weitergehen. Doch dann kam der Brüller: Als wir das Kabel aufwickeln wollten, kam ganz langsam der Stecker um die Ecke des Tresens gerutscht. Da war nix kaputt: Es hatte schlichtweg jemand mit dem Fuß am Kabel den Stecker aus der Dose gezogen.  Typischer Fall von „zu schnell Maschine als kaputt deklariert“. Die Lacher hatte ich mit der Aktion auf meiner Seite.

Kurz nach 15 Uhr waren bereits soviele Teilnehmer mit dem Aufnähen und Freischneiden aller Teile fertig, dass ich den nächsten Schritt, das Säumen, erklären konnte. Jetzt begann der für mich stressigere Part, denn jeder wollte gleichzeitig wissen, ob denn der Saum breit genug ist, welche Seite nochmal gesäumt werden soll und wie denn jetzt die Schlaufe mit eingenäht wird. Es hatte etwas von Marathon durch den Saal.
Und so kam es, dass ein Banner nach dem anderen im Flur vor dem Saal aufgespannt werden konnte und ich in strahlende Gesichter sah.

An dieser Stelle wandel ich die bekannte Werbung mal etwas ab.
Drachen kaufen: 50€, Banner kaufen: 100€
Eigenes Banner zum ersten mal aufstellen: Unbezahlbar!

 

Da es um 18 Uhr immer noch hell war, begaben wir uns alle mit einigen bereits fertigen und ein paar noch nicht ganz komplettierten Bannern nach draußen und machten ein Gruppenfoto. Ein toller Abschluss für diesen tollen Tag.
Bis kurz vor 19 Uhr wurden sogar noch ein paar Banner fertiggestellt und so konnten wir abschließend 13 fertige Banner zählen. Ein toller Erfolg!

Schnell waren die letzten Nähmaschinen in den Autos verstaut und wir machten uns fast alle auf den Weg zum Italiener „Piccolas Altes Backhaus“ wo wir den Tag gemütlich und sehr lecker ausklingen ließen.
Nach und nach löste sich die Gruppe auf, weil einige ja noch weit zu fahren hatten.
Ziemlich geschafft aber überglücklich über einen super tollen Tag mit vielen engagierten und nähbegeisterten Bannerfreunden, machte ich mich um 22.30 Uhr zu Fuß auf den Heimweg.

Am Sonntagmorgen war ich um 10 Uhr wieder an der Schule um aufzuräumen. Wieder halfen mir 5 fleißige Helfer und nach nur 1 Std war die Schule komplett geleert und aufgeräumt. Vielen vielen Dank für Eure Hilfe!
Den Rest des Tages verbrachte ich mit der Wiederherstellung des Urzustandes im Arbeitszimmer und vielen Stunden bei Facebook, wo ein Beitrag nach dem anderen über diesen tollen Tag auftauchte - und ein Lob nach dem anderen. Ihr seid echt die Größten. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, dass ihr dabei wart!

 

Aller Guten Dinge sind 3 sagt man.
Aber auch: ab dem 3. Mal ist es Tradition...  

warten wir’s ab ;-)

 

Da ich selber nicht viel Zeit zum Fotografieren hatte hab ich hier eine Fotografen-Mischung zusammengestellt, die diesen Tag am besten wiedergibt. Vielen Dank an Markus Münstermann, Kai Höbler, Peter Theunissen und Ingo Baumgart für die Erlaubnis Eure Bilder hier zu verwenden.

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