Wie schnell die Zeit vergeht. Bereits zum 6. Bannerworkshop trafen sich am 4. März 2017 19 Teilnehmer und Begleiter in der Westruper Schule um das neue Design „Squares“ zu nähen. Dank sehr guter konstruktiver Kritik beim letzten Workshop hatte ich eine ganz neue Arbeitsweise ausgetüftelt. Alle zu applizierenden Elemente befinden sich bei diesem Design innerhalb des Banners. Dadurch konnten wir den Workshop mit dem Bau der unifarbenen Banner starten und erst als alle Banner aufgebaut und abgespannt waren, ging es an das Design. Das entschleunigte enorm und nahm vielen Teilnehmern den Stress, fertig werden zu müssen.
Wie immer trafen alle (bis auf die mit dem kürzesten Weg) zwischen 8 und 9 Uhr am Samstagmorgen ein, nachdem ich mit ein paar Helfern am Freitagabend den Saal vorbereitet hatte. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Christiane und Pit, Bernd, Ursula & Brigitte.
Schnell suchte sich jeder seinen Lieblingsplatz und die Maschinen wurden aufgebaut.
Da an diesem Wochenende auch ein Workshop in der Nähe von Paderborn stattfand, war ein Großteil meiner Stammbelegschaft nicht dabei. Das war zwar einerseits schade, andererseits hatten so viele Neue die Möglichkeit, einmal einen meiner Workshops zu besuchen.

Fast pünktlich legten wir um  kurz nach 9 Uhr los und ich erklärte, was alle Teilnehmer an diesem Tag erwarten würde. Dank eines neuen Handouts konnten alle sofort loslegen die vorgeschnittenen Bannerrohlinge mit Verstärkungen zu versehen, zu säumen, Schnurschlaufen aufzunähen und Stabtaschen zu nähen. Bis auf ein paar kleine Unfälle, die meisten auch schnell reparabel, lief alles glatt und nach ca. 2 Stunden konnte ich den ersten Teilnehmern im Flur erklären, wie das Banner abgespannt wird. Und nach und nach wurden es immer mehr Banner, die kurz nach dem Aufbau wieder abgebaut wurden, denn jetzt war jeder heiß auf das Design - die „Squares“. Hierfür standen 15 verschiedene Muster zur Verfügung, die mit 24 Farben gefüllt werden konnten. Und trotzdem gab es diesmal so viele Sonderwünsche wie noch nie. Aber dafür kennt man mich ja – ich mache so ziemlich alles möglich.
Nach und nach entstanden unter den Maschinen die vielen bunten Quadrate. Manche bestanden nur aus 2 Teilen, andere aus bis zu 10! Manche mussten aus Streifen zusammen genäht werden, andere aus Dreiecken oder Kreisen. Und jedes hatte für sich seine Besonderheiten, die beachtet werden mussten.

Wie immer war für mich keine Sekunde Pause. Ständig wurde ich von hier nach dort gerufen und ich flitzte durch den langen Saal. Ich hoffe ich habe niemanden zu lange warten lassen. Und wenn, fand sich meistens ein netter Nachbar, der gerade weiterhelfen konnte. So muss ein Workshop laufen: Jeder hilft jedem. Perfekt! Deshalb auch hier nochmal ein großes Dankeschön an Maik, der nachher fleißig half Banner abzuspannen, da er mir oft genug zugeschaut hatte und jetzt wusste, worauf zu achten war. Ich bekam die Banner nur noch zur Abnahme einmal gezeigt und konnte mich in der Zeit um andere dringende Fälle kümmern. Danke!

Neben streikenden Maschinen sorgte auch der Stoff beim ein oder anderen für eine kleine Frustration. Doch im Endeffekt waren alle zufrieden. Zur Not hab ich mich selber mal an die Maschine gesetzt und hier und da eine Stabtasche oder ein paar Streifen zusammen genäht, die partout nicht passen wollten. Ich hatte also Nähmaschinen-Testtag ;-)

Nach einem leckeren Mittagessen mit italienischer Minestrone und einer kleinen Verschnaufspause für alle, ging es recht zügig weiter.
Währen die 5 anwesenden Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag im und ums Haus flitzten, schwitzten die Erwachsenen drinnen weiter. Oder sie froren draußen auf dem Gang, wo nach und nach immer mehr Banner ausgebreitet wurden, um die inzwischen fertig gestellten Quadrate darauf zu platzieren. Manch einer begab sich sogar nach draußen, wo es in der Sonne wärmer als im Haus war. Den nächsten Workshop machen wir bei dem Wetter draußen. Der 1. OpenAir-Bannerworkshop. Wär doch cool!

Kurz bevor es zu dämmern begann, rief ich alle zusammen um ein Gruppenbild zu machen. Die meisten hatten aber gerade ihre Quadrate festgesteckt und die Banner unter den Maschinen. Aber fast alle erklärten sich bereit, trotzdem die Banner aufzuspannen und so hatten wir ein tolles Bild auf dem man nur bei genauem Hinsehen die ein oder andere Nadel oder Aufkleber erkennt.

Die letzte Stunde gaben dann alle nochmal Vollgas und die, die bereits fertig waren, halfen an allen Ecken aus. Hier mein ganz besonderer Dank an Familie Krüger, die mal eben 4 Quadrate für Josch genäht und freigeschnitten hat. Ihr seid super!

Ein weiteres Novum hatten wir beim Aufräumen: Noch nie war der große Saal bereits komplett fertig aufgeräumt, als wir zum Abschlussessen aufgebrochen sind. Ich war nur kurz am Auto, da waren alle Tische an den Rand gestellt, der Saal gefegt und alles weggeräumt. Perfekt!

Im Alten Backhaus, La Piccola, in der Lüdinghauser Innenstadt ließen wir mit fast allen Teilnehmern den tollen Tag ausklingen. Es ist immer wieder gemütlich dort zusammen zu sitzen und gemeinsam zu quatschen und den Tag revue passieren zu lassen.

Ziemlich geschafft fiel ich gegen 22 Uhr ins Bett. So ein Tag macht mich doch ziemlich fertig - aber glücklich!

Gegen 10 Uhr wurde am nächsten Morgen schnell die Westruper Schule aufgeräumt. Nochmal ein großes Danke an Ursula und Brigitte dafür.
Und eine Stunde später war das Auto zuhause ausgeladen und der 6. Bannerworkshop war bereits Geschichte.

Vielen Dank...
...an Maik, für die Hinweise und Tipps, die den Workshop noch besser gemacht haben als die vorherigen
...an Pit für die tolle Hilfe in der Küche – ich musste mich wieder um nix kümmern!
...an meine liebe Frau, die den ganzen Tag Baysitterin war, damit Katha ihr Banner nähen konnte!
...an meine Familie, dass ihr mich immer wieder ein ganzes Wochenende entbehrt
...an Euch alle, dass ihr diesen Tag zu dem gemacht habt, was er war – ein sehr entspannter, harmonischer und cooler Tag! Ich freu mich schon auf den 4. November!

 

Ich hatte an diesem Tag keine Zeit etwas zu trinken, aufs Klo zu gehen oder Fotos zu machen (deswegen auch nur eine sehr kleine Galerie). Aber ein paar Sprüche habe ich festgehalten:

Thomas: *frustriert* Jetzt macht die Maschine schon wieder so einen Mist.
Volker (der Vater): Ja du sollst ja auch nicht so Haufen zusammen nähen.

Lars: Es ist soooo schwer, gutes Personal zu finden.

Florian: Alex, hast du das Teil in der Mitte genau ausgemessen?
Alex: Nö, aber das ist relativ genau mittig.

Ulli zeigt Florian eine sehr faltige Naht.
Ulli: Bekommen wir das nochmal gerettet?
Florian: Ja klar, mit Auftrennen.

Nils: Guck mal, ich kann zaubern... (den Rest verschweigt die Redaktion)

 

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