Nach dem 1. Bannerworkshop in Kiel im Februar 2015 wurde ich regelmäßig gefragt bzw. mit Fragen gelöchert, wann denn endlich ein öffentlicher Workshop von mir stattfinden würde.
Im August war es dann endlich soweit: Die Anmeldungen gingen an eine große Zahl Interessierter Drachenfreunde raus. Innerhalb weniger Stunden waren alle Plätze ausgebucht – Wahnsinn. Bis Oktober hatten die Teilnehmer dann Zeit sich für ein vorgegebenes Farbschema zu entscheiden, oder aber den Service der mitgelieferten Ausmalskizze zu nutzen. Wie ich hörte hat es viele anstrengende Mal-Abende gegeben, bis bei allen das Design feststand. Toll war schon hier die Vielfalt zu sehen, die mit so einem Design machbar ist. Von komplett zweifarbig, über Muster die sich bei 4 Farben ergeben bis hin zum 14-farbigen Regenbogendesign. Das ließ die Vorfreude auf diesen Tag noch mehr steigen.

Anfang Oktober ging es dann auch endlich los mit den Vorbereitungen. Wochenlang wurden die Teile für jeden Teilnehmer heiß zugeschnitten. 35 Teile auf 20 Bannern macht satte 700 Teile!!! Und jedes hat bei jedem Teilnehmer eine individuelle Farbe – eine organisatorische Herausforderung. Den Zuschnitt der Banner an sich konnte ich freundlicherweise in der Turnhalle unseres Kindergartens machen. Anschließend folgten kleine Tütchen mit Schnurstücken, Dacronteilen und den - an jedes Design angepassten - Schlaufensatz.

So bekam jeder Teilnehmer beim Workshop neben dem Köcher inkl. Angel und Gfk-Groundstick einen großen Umschlag mit allen Teilen und konnte nach einer kurzen Einweisung meinerseits loslegen. Bis auf 3 Teilnehmer hatte noch niemand mit diesem schönen Stoff gearbeitet. Auch Stecknadeln waren den meisten fremd. Doch die Teilnehmer schlugen sich alle großartig und so wurde ein Teil nach dem anderen aufgenäht. Die Arbeitsweise war recht einfach: Alle Teile nach und nach auf dem Untergrundstoff auslegen und mithilfe des mitgelieferten Abstandhalters nebeneinander positionieren, feststecken und nähen.
Doch zu meinem Entsetzen dauerte dieser Arbeitsschritt viel länger als gedacht. Gegen Mittag kam bei mir ein wenig Panik auf, ob denn überhaupt jemand nur mit dem Aufnähen bis zum Abend fertig werden würde. Fertige Banner hatte ich da schon abgeschrieben. Doch plötzlich schienen alle Teilnehmer nochmal den Turbo zu zünden und so konnte ich doch allen noch das Freischneiden und Säumen erklären. Das komplizierteste an den Bannern kommt nämlich immer erst am Schluss: Der Saum mit den integrierten Schlaufen für die Angel und die Stabtasche ganz oben am Banner. Diese wurde nämlich – um zum Design zu passen – aus mehreren farbigen Stücken zusammengesetzt. Hier fand ich ganz großartig, dass KEINER der Teilnehmer eine durchgehende, einfarbige Tasche aufsetzen wollte. Jeder sagte: „Nö, das passt ja nicht zum Design“. Das hat mein Grafiker-Herz SEHR erfreut!

Wie man schon liest, war es ein sehr anstrengender Tag und leider blieb den Teilnehmern kaum Zeit sich miteinander zu unterhalten oder kleinere Pausen zu machen. Ich habe es noch auf keinem Workshop so still erlebt, weil jeder hochkonzentriert vor sich hin arbeitete. Das tut mir im Nachhinein sehr leid. Beim nächsten Workshop wird mehr Zeit eingeplant bzw. das Design abgespeckt. TROTZDEM hatten alle viel Spaß an diesem Tag und mit dem Ergebnis sind wohl alle zufrieden. Auch wenn einige die letzten Arbeitsschritte noch zuhause nacharbeiten mussten, sind eine Woche nach dem Workshop bereits 12 Banner komplett fertig.

Nachdem es Mittags eine von mir gekochte Suppe und Nachmittags mitgebrachte Kuchen gab, ging es am Abend mit den meisten noch zum Italiener in der Lüdinghauser Innenstadt. Dort saßen wir in gemütlicher Runde. Hier war endlich Zeit zum Klönen und Quatschen. Aber man merkte: dieser Tag hatte vielen einiges abverlangt. Richtig fit war niemand mehr.

Ich bedanke mich:
1. Dass Ihr Euch überhaupt zu einem Workshop bei mir gemeldet habt und sooo weit gefahren seid (Kiel, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Heinsberg etc.)
2. Dass Ihr so super durchgehalten habt
3. Ihr habt wunderschöne Banner gebaut
4. Dass manche von Euch sogar schon gesagt haben, dass sie nochmal kommen wollen – das freut mich sehr!
5. Bei Chris und Henry für die ungeliebten Tätigkeiten in der Küche - das hat einfach super geklappt an dem Tag
6. Beim Aufräumtrupp am Sonntag für die schnelle Hilfe

Vielen vielen Dank für diesen tollen Tag!
Der nächste Workshop ist bereits in Planung ;-)

 

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